m&k-Licht-2000

Träume in den Sand schreiben – das können Besucherinnen und Besucher beim Objekt „m&k-Licht-2000“. Es besteht aus einer Stele, die auf einem betretbaren Sockel angebracht ist. Am oberen Ende befindet sich eine Bleikiste, in die feiner Quarzsand auf einer geschwungenen Leuchtstoffröhre verstreut ist. Besucherinnen und Besucher der Ausstellung sind aufgefordert, sich mit dem Lichtobjekt auseinanderzusetzen. Sie können die warme Lichtquelle berühren, den Sand formen und nach eigenen Vorstellungen gestalten.

Das Werk thematisiert das Werden und Vergehen und die Suche nach Licht. Je nachdem, wie der Sand verteilt ist, entstehen unterschiedliche Formen und Wirkungen des Lichts. Mal ist ein Halbmond, mal ein leuchtender Ring im Sand erkennbar. Verstreut man den Sand ganz über die Leuchtröhre, verschwindet das Licht.

Der Wahl der Materialien kommt eine besondere Bedeutung zu: Während Blei mit Schwere, Bodenhaftigkeit und Beständigkeit assoziiert ist, wirkt Licht in Kombination mit dem sich verändernden Sand wie etwas Unbeständiges.

Die Kombination von Sand und Licht weckt auch biblische Assoziationen: Gott erschien Moses der biblischen Erzählung zufolge in einer Feuerflamme aus einem brennenden Dornbusch. „Ich bin der, der ich bin“, sagt die Stimme zu Moses. Gott lässt sich demnach nicht auf ein Bild oder eine Erscheinungsform verlegen.

Ein Werk von molitor & kuzmin