LichtZeit

Wenn es schnell gehen muss, ist Lichtgeschwindigkeit das Maß der Dinge. Mit 299 792 458 Metern pro Sekunde oder rund einer Milliarde Kilometer pro Stunde geht es voran. Von der Erde aus erreicht man in acht Minuten die Sonne. Was aber, wenn sich Zeit und Licht konträr zueinander entwickeln? Wie verhalten sich Licht und Zeit überhaupt zueinander?

Fragen und Gedanken wie diese wirft die Lichtinstallation „LichtZeit “ auf. Sie zeigt den Titel des Werkes mit einem Neonschriftzug, der über einem Untergrund aus Filz angebracht ist. Das Wort „Licht“ ist von links nach rechts zu lesen, das Wort „Zeit“ entgegen der Lesegewohnheit von rechts nach links. Zudem ist das Wort „Zeit“ auf den Kopf gestellt. „Licht“ und „Zeit“ treten in eine konträre Beziehung zueinander: Das Licht läuft der Zeit entgegen, die Zeit kollidiert mit dem Licht. Was mag das bedeuten?

Albert Einstein hat das Verhältnis von Licht und Zeit erforscht. In seiner Relativitätstheorie legt er dar, dass die Zeit langsamer vergeht, je schneller man sich bewegt. Ist es also möglich, das Vergehen der Zeit anzuhalten, wenn man in Lichtgeschwindigkeit unterwegs ist? Kann der  Mensch ewig leben, wenn er sich nur schnell genug bewegt? Fragen über Fragen.

Kohelet, der Prediger, sieht es gelassener, wenn er schreibt: „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit.“ (Prediger 3,1–4)

Ein Werk von molitor & kuzmin

 

 

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